Man mag von der gestrigen Performance von His Bobness enttäuscht oder begeistert sein. Wäre es mir - wie so vielen anderen - ein Anliegen gewesen, das Konzert vorzeitig zu verlassen, dann allerdings nicht wegen des unverständlichen Gekrächzes des Herrn Zimmermann, sondern aufgrund der unerträglichen Akustik in der Olympiaworld.
Es dürfte vermutlich eine einzige Stelle in dieser Halle geben, wo der reine Bühnensound ankommt, nämlich beim Tontechniker. Alle anderen fühlen sich in nahezu psychedelische Klangwelten versetzt. Zeitweise hatte man wirklich das Gefühl, dass hinten auf der VIP-Tribüne ein zusätzliches Drum-Set das Bühnengeschehen mit 2/10 Sekunden Verspätung begleitet. Auch die Singstimme wird je nach Frequenz - und die von Bob Dylan scheint grad passend zu sein - aus allen Ecken der Halle zurückgeworfen.
Für ein Konzert, bei dem die BesucherInnen zwischen 70 und 100 Euro Eintritt bezahlen, ist diese Akustik und Tontechnik jedenfalls unter jeder Sau. Die Olympiaworld in dieser Form mag für den Musikantenstadl genügen - als Veranstaltungsort für hochwertige Konzerte ist sie gänzlich ungeeignet.
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