Heute fand - wie jedes Jahr um diese Zeit - der Innsbrucker Frühlingslauf statt. Der Frühlingslauf ist ein niederschwelliges Laufevent, das Interesse am Laufen und am sportlichen Wettkampf wecken soll, jedoch ohne den Druck von Zeitmessung und Ergebnistabellen. Für viele ist der Frühlinglauf ein feiner Start in die Laufsaison und damit auch in die warme Jahreszeit, und dementsprechend wächst auch das Starterfeld: über 850 LäuferInnen nahmen dieses Jahr teil, davon ausgesprochen viele Kinder.
So weit, so schön. Unerklärlich ist jedoch, wie von Seiten der Stadt mit einem Laufevent von doch beträchtlicher Größe umgegangen wird. Zum größten Teil orientiert sich die Streckenführung entlang der sogenannten Inn-Laufmeilen. Jedoch nicht immer. So läuft man zum Beispiel am Hohen Weg auf einem gerade einmal einen knappen Meter breiten Gehsteig, was ein Überholen fast unmöglich macht, ohne auf die Fahrbahn auszuweichen. Auch entlang der Haller- und Erzherzog-Eugen-Straße läuft man auf dem Gehsteig, während der Samstagnachmittagsverkehr mit bis zu 70 km/h vorbeizieht.
Offenbar ist hier die uneingeschränkte Aufrechterhaltung des Individualverkehrs wichtiger als die Gesundheit und Sicherheit von fast 1000 LäuferInnen. Eine Prioritätensetzung, die sich meiner Ansicht nach gründlich ändern muss...
PS: Hervorheben muss man trotzdem den Einsatz der vielen freiwilligen HelferInnen an der Strecke und ganz besonders der Freiwilligen Feuerwehr Mühlau, ohne deren Wasserschlauch ich heute sicher einen Hitzschlag erlitten hätte ;)
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