Dienstag, 19. April 2011

Der tiefste Tag seit der Bestellung von Herbert Haupt zum Frauenminister

"Er ist eben jung!", antwortete Neo-Vizekanzler Spindelegger heute mehrmals auf die Frage, was denn Sebastian Kurz für seine neue Aufgabe als Integrationsstaatssekretär befähige. Und: man schreie doch immer nach Jungen in der Politik, und wenn dann einer komme, sei es auch nicht recht, liest man heute mehrfach.

Jugend per se disqualifiziert natürlich nicht für ein politisches Amt. Im Alter von 24 Jahren kann man durchaus Dinge erreicht und gelernt haben, die einen jungen Menschen für ein Amt in der Politik befähigen (obwohl ich persönlich einen Regierungsposten doch für mutig oder gewagt halte).

Aber zum "politischen Talent" Sebastian Kurz, und warum dieser jetzt für das so sensible Thema Integration zuständig sein soll, fallen selbst seinem Parteichef nur zwei Dinge ein: er ist in Wien aufgewachsen, und er ist eben jung, so wie das Integrationsthema. Wie bitte? Das ist nicht nur eine "mutige" Besetzung eines der höchsten Ämter im Staat. Das ist eine Verhöhnung der WählerInnen in diesem Staat! Und es ist ein Schuss, der meiner Ansicht nach nur nach hinten losgehen kann...

(Ganz abgesehen davon, dass der heutige Tag ein weiteres Beispiel für die desaströse politische Kommunikation in der ÖVP war...)