Dienstag, 20. Juli 2010

Willkommen in der Provinz

"Christkindlmarkt, Kleinkonzerte, Traditionsveranstaltungen oder Sport-Events" sollen in der neu fertiggestellten Fußgängerzone Maria-Theresien-Str. noch stattfinden dürfen, wenn es nach dem Willen der Bürgermeisterin und ihrer Beschaulichkeitsfraktion geht. Weder NGOs noch Parteien werden in Zukunft Infostände aufbauen dürfen, ganz zu schweigen von MalerInnen oder sogar MusikerInnen. Und dann die ganzen Fahrräder! „Wir haben ja nicht viel Geld ausgegeben, damit das jetzt ein Radabstellplatz wird.“ (O-Ton Bürgermeisterin, ohne Scherz)

Liebe (klein)bürgerliche PolitikerInnen dieser Stadt, habt ihr eigentlich jemals das Inntal verlassen? Und falls doch, was hat euch denn gefallen an Paris, London, Stockholm, Florenz, Granada, Berlin, Krakow oder Wien? War es vielleicht doch das LEBEN, das "Flair", das sich nicht in Gastgärten, sondern einfach auf der Straße abgespielt hat? Glaubt ihr, die ihr immer noch nach dem Label "Weltstadt" strebt, nicht vielleicht doch, dass diese Städte deswegen Weltstädte sind, weil sie Vielfalt fördern und sichtbar machen statt unterdrücken und aussperren?

Liebe Menschen in dieser Stadt, ich finde, es reicht jetzt wirklich! Das ist unsere Stadt - lassen wir sie nicht unter einen Glassturz stecken!

Hier der Richtlinienentwurf für den Stadtsenat