Der Grund der Reise ist bereits "erledigt": Ich war heute auf der entspanntesten Hochzeit, die ich je erlebt habe. Die ceremonia civil hat nur knappe 15 Minuten gedauert, nach einer Stunde war der Braeutigam in kurzen Hosen und fast alle Gaeste barfuss - kein Wunder, bei 33 Grad...
Den Rest des Nachmittages haben wir mit einem riesigen Barbecue, viel Wein und Pisco Sour und noch mehr Torte und Eis verbracht, und das ganze in einem herrlichen palmenbewachsenen Grundstueck am Hang oberhalb von Santiago. Ueber kurz oder lang hat sich das Geschehen dann auch in den Pool und zum Fussballspielen verlagert, um dann, nass und verschwitzt, wieder auf die Tanzflaeche zu wechseln. Paola und Jaime hatten sich gewuenscht, einfach einen feinen Nachmittag mit Freunden und Familie zu verbringen, und das hat absolut hingehaut. Soweit hat sich die Reise auf jeden Fall schon rentiert.
Morgen geht es in Richtung Norden, um zu schauen, wo der viele Pisco eigentlich herkommt, um die eine Berg- oder Mountainbiketour zu machen und vielleicht auch ein, zwei Wellen im Pazifik zu erwischen.
Ansonsten dreht sich hier natuerlich alles um das terremoto und die replicas (Nachbeben). Einige Gebaeude schauen schon wild aus, aber sonst hat es Santiago zum Glueck nicht so wild erwischt und das taegliche Leben scheint langsam wieder zur Normalitaet zurueckzukehren. Schwarzen Humor haben sie auch: Ein (ziemlich starker) Cocktail namens terremoto hat sich zum Renner der Saison entwickelt...
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