Donnerstag, 15. Oktober 2009

zaehnep.uz

Es ist ein spannendes Land, dieses Usbekistan.

Vor allem ist es ein leeres Land. Unendliche Steppen, Staedte ohne Menschen, und ein See, den es nicht mehr gibt... Die Schiffe am ehemaligen Aralsee waren definitiv mein bisheriges Highlight - obwohl mehrfach in Fernsehdokus gesehen, sind sie live und in Kombination mit der ausgestorbenen Stadt Moynaq und der verfallenen Fischfabrik ein besonders bedrueckendes Symbol dafuer, wie hier mit der Natur umgegangen wird.

Wir bewegen uns langsam auf der Seidenstrasse in Richtung Taschkent. Zwei Tage waren wir in Chiva, eigentlich ein einziges Freilichtmuseum mit Medressen (eine davon unser Hotel), Moscheen und Minaretten. Islam Karimov sieht ja trotz seines eigenen Vornamens die Religionsausuebung nicht besonders gern, und daher darf zum Beispiel der Muezzin nicht vom Minarett herunterrufen, sondern nur vom street level.

Mittlerweile sind wir in Buchara. Architektonisch aehnlich wie Chiva und wahrscheinlich auch Samarkand, sieht man hier doch den sowjewtischen Einschlag recht deutlich. Bislang ist Buchara die lebendigste Stadt, die wir gesehen haben - nach Mitternacht noch ein Getraenk zu bekommen, stellt sich trotzdem als quasi unmoeglich heraus, ausser in den schnoeseligen Discos der Intourist-Hotels...

Weiter geht es morgen nach Samarkand. Von dort werden wir evtl versuchen, den hoechsten Berg Usbekistans, vormals Berg des 22. Kongresses der Kommunistischen Partei, zu besteigen. Danach geht es noch fuer en paar Tage weiter nach Taschkent.

Ah ja, und Wodka gibt es auch.